Fußgängerbrücke über den Chao Phraya

Foto: The Nation
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BANGKOK: Der Plan der Stadtverwaltung (BMA), eine Fußgängerbrücke über den Chao-Phraya-Fluss zu bauen, stößt auf heftige Kritik.

Auf einer ersten öffentlichen Sitzung, kritisierten Experten das Design des Projekts und stellten seine Notwendigkeit in Frage. Das mit 1,7 Milliarden Baht veranschlagte zweistö­ckige Bauwerk soll das Siriraj Hospital mit Tha Prachan auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses verbinden und mit Fahrstühlen, Rolltreppen sowie Golfcarts für Senioren ausgestattet werden.

Chatri Phakitnonthakan folgend, Dozent an der architektonischen Fakultät der Silpakorn-Universität, sei der Standort, das Design und die Größe unpassend und inakzeptabel. Ein Bauwerk dieser Größenordnung, mitten im Herzen der Rattanakosin-Insel und somit der Altstadt Bangkoks, würde eine Augenschande bedeuten, erklärte er in der Zeitung „The Nation“. Weiter stellte er die Transparenz des Projekts in Frage, den Bedürfnissen der Bevölkerung müsse Gehör verschafft werden. Schließlich handelt es sich um ein Milliardenprojekt, das aus öffentlichen Geldern finanziert wird, so Chatri. 

Auch Nattapong Punnoi, Dozent an der Fakultät für Stadt- und Regionalplanung der Chulalongkorn-Universität, übte Kritik an den Plänen der BMA und stellte die Notwendigkeit in Frage. Er verwies auf bereits bestehende Möglichkeiten, an dem Standort den Fluss zu überqueren: so werden beide Ufer mit Fähren verbunden (im Bild) und in naher Zukunft auch mit der neuen U-Bahnlinie Orange Line.

Nat Srisukhontanan, Leiter für Öffentlichkeitsarbeit der BMA, stellte der Kritik entgegen, dass es sich bei dem vorgestellten Design lediglich um einen ersten Entwurf handeln würde und das Projekt im Einklang mit allen Vorschriften umgesetzt werde. 

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