Fünf Tote bei Angriff mit Schwertern auf Polizeiwache

Bei dem Vorfall in Pekanbaru wurde ein Polizist getötet, ebenfalls vier der Angreifer. Foto: epa/Rony Muharrman
Bei dem Vorfall in Pekanbaru wurde ein Polizist getötet, ebenfalls vier der Angreifer. Foto: epa/Rony Muharrman

JAKARTA (dpa) - Auf der indonesischen Insel Sumatra haben offenbar islamische Extremisten ein Auto in eine Polizeiwache gesteuert und Beamte im Gebäude mit Macheten und Schwertern angegriffen. Ein Polizist sei bei dem Vorfall in Pekanbaru in der zentralen Provinz Riau getötet worden, teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch mit. Zwei Beamte und ein dort arbeitender Journalist seien verletzt worden.

Polizisten hätten vier der Angreifer erschossen. Ein fünfter sei geflohen, habe aber später gefasst werden können. Die in Indonesien längst präsente Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erklärte sich über ihr Sprachrohr Amak für den Angriff verantwortlich.

Bereits am Montag hatte es in Indonesiens zweitgrößter Stadt Surabaya auf Java einen Angriff auf eine Polizeiwache gegeben, am Sonntag waren dort drei Kirchen attackiert worden. In all diesen Fällen stammten die islamistischen Täter jeweils aus derselben Familie.

In den vergangenen Jahren hat das vorwiegend muslimisch geprägte Land mehrfach Anschläge von Islamisten erlebt. Verschiedene Gruppen haben Verbindungen zum IS. Mit mehr als 260 Millionen Einwohnern ist Indonesien das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Mehr als 85 Prozent der Bevölkerung des südostasiatischen Inselstaats sind muslimischen Glaubens, die christliche Minderheit macht etwa zehn Prozent aus.

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