Freude, schöner Goethe-Funken..."

Sprachausbildung und Vermittlung deutscher Kultur

Dr. Norbert Spitz, seit Januar 2009 Leiter des Goethe-Instituts Bangkok.
Dr. Norbert Spitz, seit Januar 2009 Leiter des Goethe-Instituts Bangkok.

Ein Hort der Ruhe und der Bildung in einer Umgebung großstädtisch geprägter, asiatischer Alltagshektik – Das Goethe-Institut in der thailändischen Hauptstadt Bangkok.

Die Hochhäuser, auch in der thailändischen Metropole längst äußeres Zeichen südostasiatischen Wirtschaftswachstums, reichen nahezu bis an die Grundstücksgrenzen heran, und dennoch rauben sie dem großzügigen Gelände nichts von seinem parkähnlichen Charakter und der damit einhergehenden Ruhe und Abgeschiedenheit.

Eine grüne Oase der Ruhe

Der 1986 vom damaligen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl eingeweihte Neubau des Goethe-Instituts Bangkok.
Der 1986 vom damaligen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl eingeweihte Neubau des Goethe-Instituts Bangkok.

Im Gegenteil, das Goethe-Institut in der Soi Goethe, Sathorn 1, in der thailändischen Hauptstadt Bangkok, unweit der Deutschen, Dänischen und Österreichischen Botschaften, wirkt vielmehr wie eine Oase der Ruhe inmitten des brodelnden Großstadtdschungels. Kein Durchgangsverkehr rauscht an der Einfahrt des Grundstückes vorbei, sondern nur hier und da verirren sich vereinzelte Autos durch die schmale Nebenstraße.

Eine Tafel im Erdgeschoß erinnert daran, dass es kein Geringerer war als der damalige Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl, der am 1. Mai 1986 den Neubau des Goethe-Instituts Bangkok seiner Bestimmung übergab.

Dr. Norbert Spitz, seit Januar 2009 Direktor des Instituts, von Hause aus Soziologe und Schüler des großen Bielefelder Soziologen Niklas Luhmann, weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass sein Institut nur einer der Mieter des großzügig angelegten Geländes ist. Der weitaus größere Teil wird von der Thai-Deutschen Kulturstiftung und dem Thai-Deutschen Zentrum genutzt, wie auch dem Deutschen Akademischen Ausstauschdienst, der Thai-Deutschen Gesellschaft, dem Verein der ehemaligen Studenten in Deutschland, und nicht zuletzt auch dem Thailändischen Deutschlehrerverband. Selbst ein Buchladen, eine Kantine und ein großer, 25 Meter langer Swimmingpool stehen auf dem Gelände zur Verfügung.

Deutsch als FremdspracheNeben fünfzehn festangestellten deutschen und thailändischen Mitarbeitern unterstützen Dr. Spitz weitere 40 Lehrer auf der Basis von Honorarmitarbeitern bei seiner Arbeit. Sie erteilen etwa 700 Kursteilnehmern (KTN) Deutschunterricht. Bei diesen KTN handelt es sich in erster Linie um Studenten, junge Berufstätige (nicht selten aus der Tourismusindustrie) oder junge Frauen mit deutschen Lebenspartnern. Ein mittlerweile harmonisierter europäischer Referenzrahmen sichert das Qualitätsmanagement im Bereich der Sprachausbildung. Unverzichtbarer Bestandteil ist dabei auch die Bildungskooperation mit allen Thai-Schulen, die Deutsch als Fremdsprache anbieten.

Zu den operativen Tätigkeitsfeldern zählt neben dem größten, nämlich der eben beschriebenen Sprachausbildung, zusätzlich die Ausformung eines korrekten und zutreffenden Auslandsbildes Deutschlands für die gesellschaftlich relevanten Gruppen der thailändischen Gesellschaft. Dies zu vermitteln werden umfassende Informationen erteilt, eine kontinuierliche Medienarbeit betrieben und nicht zuletzt auch Kulturprogramme aller Art wie Kunstausstellungen etc. angeboten. Die räumliche Nähe zur Deutschen Botschaft ist dabei zweifelsohne eine wertvolle Hilfe.

Weltweite Präsenz

Oase der Ruhe: thailändische Kursteilnehmerinnen beim Studium im Freien auf dem Gelände des Goethe-Instituts.
Oase der Ruhe: thailändische Kursteilnehmerinnen beim Studium im Freien auf dem Gelände des Goethe-Instituts.

Neben 13 Niederlassungen in Deutschland, gibt es mittlerweile weltweit an die 150 Goethe-Institute und 10 Verbindungsbüros in 91 Ländern. Sitz der Zentrale ist München. Seit Februar 2008 nimmt der ehemalige Präsident der "Stiftung Preußischer Kulturbesitz", Klaus-Dieter Lehmann, in ehrenamtlicher Funktion das Amt des Präsidenten des Goethe-Instituts war.

Die Einrichtungen werden überwiegend aus dem Bundeshaushalt (Auswärtiges Amt/ AA) finanziert. Im Jahr 2008 hatte das Goethe-Institut ein Gesamtbudget von 322 Mio. Euro zur Verfügung. Davon waren 211 Mio. Euro Zuwendungen des AA, mehr als 99 Mio. Euro erwirtschaftete das Goethe-Institut selbst durch Sprachkurse und Prüfungen im In- und Ausland.

Weitere Einzelheiten und aktuelle Informationen bietet das Goethe-Institut Bangkok auf seiner Website www.goethe.de/bangkokan.

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