Franzose soll Finanzinstitut erpresst haben

Foto: The Nation
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KOH SAMUI: Ein Franzose ist am Freitag auf Koh Samui als mutmaßlicher Anführer einer Hacker-Gruppe verhaftet worden, die Daten von einem britischen Finanzinstitut gestohlen und Lösegeld verlangt hatte.

Polizei und Vertreter der französischen Botschaft stürmten um 5 Uhr das Haus in Mae Nam. Sie beschlagnahmten Marihuana und 20 Beweisstücke, darunter einen Computer, ein Telefon und Banksparbücher. Der Franzose wird umgehend nach Frankreich ausgeliefert. Er soll sich in das Computersystem eines britischen Finanzinstituts gehackt haben, die persönlichen Daten seiner Kunden gestohlen und ein Lösegeld verlangt haben, um die Informationen nicht öffentlich zugänglich zu machen. Seine beiden mutmaßlichen Komplizen sind in Frankreich in Untersuchungshaft. Laut der französischen Polizei soll der Verhaftete auch im „Dark Web“ involviert gewesen sein, einer Plattform, auf der häufig Rauschgift und Waffen gehandelt werden. Gerichte in Surat Thani und Nakhon Ratchasima hatten gegen den Franzosen Haftbefehle erlassen. Die Samui-Razzia erfolgte gleichzeitig mit der Durchsuchung von zwei Häusern im Pak-Chong-Distrikt von Nakhon Ratchasima.

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Leserkommentare

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Uwe Schönberger 22.05.18 15:40
Auslieferung
Schade, dass er seine Strafe nicht in Thailand absitzen muss. Da hat er leider auch noch Glück.
Ingo Kerp 19.05.18 18:00
Erfreuliche Ergreifung und ein Dreckbär weniger in Thailand.
Prof. Dr. Dr. Ulm 18.05.18 21:07
Es ist natürlich super hart durchzugreifen, aber vor dem eigenen Hof kehren wäre auch super, nur kostet mehr und der Werbe Effekt wäre nicht der selbe!