Flüchtiger Yakuza-Boss in Lopburi verhaftet

Fotos: The Nation
Fotos: The Nation

LOPBURI: Ein japanischer Yakuza-Boss, der sich nach Thailand abgesetzt hatte, wurde nach 14 Jahren auf der Flucht vor den Behörden in seinem Heimatland in Lopburi in der Zentralregion Thailands festgenommen.

Dem heute 74-Jährigen wird zur Last gelegt, in Japan zusammen mit sieben weiteren Gangmitgliedern den Boss einer rivalisierenden kriminellen Organisation im Juli 2003 ermordet zu haben. Nach der Tat war er abgetaucht und wurde bis dahin nicht mehr gesehen. Nachdem die japanischen Sicherheitsbehörden in Erfahrung brachten, dass sich der Verdächtige nach Thailand abgesetzt hatte und dort mit einer Thai-Frau liiert war, ersuchten sie die Hilfe der Königlich Thailändischen Polizei, den Flüchtigen aufzuspüren und festzunehmen. Ein gemischtes Team, bestehend aus Beamten von Interpol, der Polizei und Immigration, verhaftete den Mann schließlich in Lopburi. Die Beamten wurden durch einen Zufall auf den ehemaligen Gangster-Boss aufmerksam: ein einheimischer Jugendlicher ließ sich die Tätowierungen des Mannes zeigen, fotografierte sie und stellte die Fotos online, vermutlich unwissentlich, dass es sich um einen gesuchten Kriminellen handele. Ein Polizist wurde auf die Fotos aufmerksam, erinnerte sich an den auffälligen Körperschmuck des Gesuchten – und die Falle schnappte zu. Der Festgenommene soll der Kopf von Yamaguchi-gumi gewesen sein, des größten und einflussreichsten Yakuza-Syndikats Japans.

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