Farmer lassen ihre Ernte verrotten

Archivbild: picture alliance / prisma
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CHIANG MAI: Landwirte in der Provinz Chiang Mai lassen ihre Ananas­ernte auf den Feldern verrotten, nachdem der Verkaufspreis von 12 Baht auf nur 2 Baht pro Kilogramm gesunken ist.

Der Preisverfall wird auf die niedrige Verbrauchernachfrage und den Überschuss an Früchten zurückgeführt. So beklagten Ende Juni Farmer in Chiang Mai, Lampang und Kamphaeng Pet einen dramatischen Preissturz. Sie sahen sich gezwungen, ihre Ernte am Straßenrand für zwischen 2 bis 20 Baht pro Kilogramm zu verkaufen, abhängig von der Qualität und Größe der Früchte.

Da dieses Jahr vergleichsweise viele Obstbauern auf Ananas gesetzt haben, kam es zu einem Ernteüberschuss bei niedriger Nachfrage. Um Lohn- und Transportkosten einzusparen, die mit den viel zu niedrigen Einnahmen nicht zu stemmen sind, ließen viele Farmer ihre Ernte kurzerhand auf den Feldern verrotten.

Der Gouverneur von Lampang und Uttaradit hat zwischenzeitlich eingelenkt und betroffenen Farmern Unterstützung zugesichert. So hat die Provinz Lampang mit 22 Tankstellen eine Kooperation ausgehandelt, dass Ananasbauern auf den Tankstellengeländen ihre Früchte ohne Standgeld direkt an die Endverbraucher verkaufen dürfen, reduziert wurde zudem der Zinssatz bei der Bank für Landwirtschaft und landwirtschaftliche Genossenschaften für betroffene Ananasfarmer.

In Uttaradit hält der Gouverneur den Verkaufspreis mit 4 bis 10 Baht pro Kilogramm zudem künstlich hoch.

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Leserkommentare

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Wieland Wenz 03.08.17 06:38
Songran Raktin 01.08.17 20:00
Ich kann das nicht lesen, da mir einer mein PassWort geknackt hat.
Songran Raktin 01.08.17 20:00
Wieland Wenz
Herr Wenz, ich habe Ihnen zu diesem Thema gestern eine email gesendet.
Wieland Wenz 01.08.17 17:16
Trockenheit
In der Trockenzeit kann man ueber Monate ueber das Grundwasser bewaessern, viele Tiefwurzler holen sich ihren Bedarf dort selbst und durch die Verdunstungskraft oben, zieht sogar im gewissen Umfang Grundwasser von selbst nach oben (wenn man welches hat). Khlongs stehen nur "still", trotzdem transportieren sie das Wasser viel schneller als KanalRohre, Kanaele und Tunnel , wo das Wasser durchfliessen muss. In Khlongs steigt es nur und ist SOFORT auch in Hundert km Entfernug verfuegbar! So schnell, wie man das (Hoch)Wasser reinlaufen lassen kann, so schnell laeuft es ueberall ueber, zB auf die Felder und ist damit aus dem Flussbett verschwunden. Jedes abgeerntete Reisfeld, wo das Wasser ablaufen kann, gleicht einem Fussballfeld mit Verbundsteinpflaster und wird eine Flutwelle erzeugen die dann tausendfach gebuendelt im Flussbett fuer heftiges Hochwasser sorgt. Macht man das Feld zu und laesst dort 20 cm stehen, reduziert das die Flutwelle. Regen kommt meist nur regional runter. Aber die Khlongs koennen ihn bltzschnell verteilen (obwohl nichts fliesst!!). Schuettet es im oberen linken Viertel, verteilen die Khlongs es in die 3 anderen Viertel (wenn man es auf die Felder laesst / pumpt). Und schon geht die Flutwelle gegen Null. In den Khlongs selbst versickert und verdunstet auch Wasser und der K hat so auch die Funktion eines RIESIGEN Rueckhaltebeckens. Es ist phantastisch, aber weil es so einfach ist, begreifen/ sehen es wohl die Meisten nicht. Prinzip der verbundenen Roehre.
Wieland Wenz 01.08.17 17:10
Hochwasserschutz heute in TH
Meiner Ansicht nach macht man heute das, was man in (zB) D vor 50 Jahren gemacht hat und dann fuer viel Geld wieder rekultiveren musste!? Man erhoeht ueberall die Ufer (mit einigen "Sollbruchstellen" fuer Notfaelle) und laesst das Hochwasser im Flussbett mit Highspeed im Meer verschwinden. Bleibt es im normalen Umfang, ist die Flutwelle in "5 Minuten" im Meer, wird es mal schlimmer, hat man die "Sollbruchstellen", wo man dann mit dem Hochwasser "leben muss", aber alles wichtige bleibt trocken. Groesster Nachteil, der Grundwasserspiegel geht gegen Null! DEM hat der grosse Koenig entgegengewirkt, in dem er Staudaemme hat bauen lassen. Aber es braucht wohl 20-50mal soviel Staudaemme um das immer mehr verlorene Grundwasser aufwiegen zu koennen. Bei der "5-Min-Technik" kann man quasi nur einmal im Jahr die Daemme auffuellen. Gibt es im Oberlauf Khlongs, bringt der Fluss das ganze Jahr ueber beachtlichen Nachschub. Damit gibt es auch keine Engpaesse bei der Stromversorgung! Im Prinzip "verbraucht" sich das Wasser nicht. Auch wenn es zum Beispiel verdunstet (auch ueber Pflanzen) kommt es als Niederschlag wieder runter. Verschmutztes, erhitztes W. kann man reinigen und abkuehlen. VERBRAUCHT(fuer die Saison) ist es tatsaechlich, wenn es im Meer angekommen ist (und dort den Meeresspiegel anhebt)! Der GrundwasserBereich ist leer und das Meer steigt und in den trockenen Monaten verdunstet kaum noch etwas ueber dem Land, nur noch ueber dem Meer, dort aber eben NICHT MEHR!
Wieland Wenz 01.08.17 16:31
Bewaesserung
Der traditionelle Khlong, der ueber Jahrhunderte von allen Koenigen immer und immer wieder gebaut wurde, wird heute kaum noch geschaetzt und im wahrsten Sinne des Wortes mit Fuessen getreten. Es waren uebrigens die gleichen Gelehrten und Baumeister, die dem KhmerReich zu Ruhm und Macht verholfen hatten. Im heutigen Kamdodscha (und weit darueber hinaus) hatte man damals schon bis zu drei Ernten. Als man sich von diesen Gelehrten "abwandte", begann der Untergang des Landes. In TH "vernachlaessigt" man heute die Khlongs, gleichzeitig wird bewaessertes Land mit einem wahnsinns Tempo verfuellt. Und es gibt kaum nennenswerte neue Bewaesserung. Der Khlong ist fuer vieles gut, vor allem auch zum Hochwasserschutz! Es wurden nach 2011 alleine als Sofortmassnahme 350MrdTB an Hochwasserschutz verbaut und trotzdem hat es heute teilweise die schlimmsten Hochwasser seit 10 und mehr Jahren. Fuer mich vorhersehbar, weil es wohl so eingeplant ist! Khlongs schuetzen alle und nicht nur Flughaefen, Bankenviertel,Industriegebiete, .... . Mit K. bringt man das Wasser ueberall wieder tief ins Land, vom Fluss weg(in Sekunden ueber zigKm) und kann es da auf die Felder bringen, wo es versickert (und verdunstet).Bei Reisfeldern versickert es nur langsam, aber es fuellt trotzdem das Grundwasser wieder auf. Von da bewegt es sich alleine durch die Schwerkraft unterirdisch wieder zum Fluss(auch ueber Baeche), von wo es ueber den naechste K. wieder ins Land geht und ist somit MONATE unterwegs UND verfuegbar.