Erdogan in Belgrad

Foto: epa/Geoff Caddick / Afp Pool
Foto: epa/Geoff Caddick / Afp Pool

BELGRAD (dpa) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist zu Gesprächen in Serbien eingetroffen. Im Mittelpunkt steht der Ausbau der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Daneben könnte Erdogan aber auch auf die Schließung von Schulen und anderen Einrichtungen in Serbien drängen, die dem islamischen Prediger Fethullah Gülen zugeordnet werden. Ihn macht die türkische Führung für den gescheiterten Putsch vom Juli 2016 verantwortlich.

Erdogan wurde am Montag kurz vor Mitternacht von Serbiens Präsident Aleksandar Vucic am Belgrader Flughafen begrüßt. Er wird von acht Ministern und 185 Wirtschaftsvertretern begleitet. Auf seinem Programm steht am Mittwoch auch die muslimisch geprägte Region Sandzak. Die Türkei hat in jüngster Zeit versucht, ihren Einfluss auf dem Balkan auszuweiten. Im Fokus steht dabei vor allem Bosnien mit seiner muslimischen Bevölkerungsmehrheit und den historischen Anknüpfungspunkten an die jahrhundertelange osmanische Herrschaft.

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Leserkommentare

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LeO-Friedl Paierl 11.10.17 12:04
Erdowahn
wird nun wohl noch Gebietsansprüche stellen, um sich auf diese Weise in Europa einzuschleichen. Mal sehen, was die zuständigen Politiker machen werden -> warten auf das osmanische Reich?!?