Elefanten überfallen Ananas-Trucks

Foto: Sornkhwan Uthaitham
Foto: Sornkhwan Uthaitham

HUA HIN: Im Umland von Hua Hin häufen sich Berichte über aggressive Elefanten, die es auf die Fruchtlieferungen der Farmer abgesehen haben und die vollbeladenen Pick-up-Trucks zum Stehen bringen, um an die begehrten Snacks zu kommen.

Sornkhwan Uthaitham, ein Einwohner des Dorfes Ban Pa Lau, veröffentlichte Fotos, auf denen ein wilder Elefant zu sehen ist, der auf dem Highway 5062 in Hua Hin einen mit Ananas beladenen Lieferwagen stoppt und sich von den süßen Früchten bedient. Sornkhwan folgend, benutzte das Tier sein Bein, um das Fahrzeug zum Stehen zu bringen und stibitzte mit seinem Rüssel die Ware.

Ähnliches berichten Suwan Kaeopoltrang und seine Frau Suthida Jitjampee. Die beiden Ananasverkäufer wurden bereits zweimal von wilden Elefanten überfallen, als sie auf dem Weg zu einer Fabrik in Kuiburi waren, um ihre Ernte abzuliefern. Bei einem der beiden Vorfälle, setzte ein Dickhäuter seinen Stoßzahn ein, um an die Früchte zu gelangen. Über eine Stunde war das verängstigte Ehepaar in seinem Pick-up-Truck gefangen und musste tatenlos zusehen, wie das wilde Tier über 100 Kilogramm ihrer Ernte verzehrte. Erst laute Motorengeräusche, schlugen den Ananasdieb in die Flucht.

Suthida folgend, haben es die Elefanten ausschließlich auf größere Fahrzeuge wie Pick-ups abgesehen, andere Fahrzeuge wurden bisher nicht angegriffen. 

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Leserkommentare

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Wieland Wenz 13.07.17 06:09
Einzelner Bulle?!
Vom Bild her ist es ein maennliches Tier. Er hat, warum auch immer keine Angst vor Menschen. Seine Auswilderung ist also nicht moeglich/gelungen. Deswegen sollte man ihn in anderen, geschlossenen Einrichtungen unterbringen/ umsiedeln.
Sitting Bull 10.07.17 11:06
Tja..
Wer unfaehig ist staatlich Futterstellen einzurichten und damit die staendig schrumpfenden Lebensraeume der Dickhaeuter auszugleichen muss mit solchen "Aktionen" dieser intelligenten Riesen rechnen. Erst kommt halt das Fressen, dann die Moral. Sollte man nicht langsam daran denken einen staatlichen Futterfond fuer diese lebenden Fossilien einzurichten um solche Uebergriffe zu verhindern und Betroffene zu entschaedigen? Ich denke ja. Zudem koennte man doch Beobachtungsstationen an Futterstellen errichten und die sicher Zahlreichen Beobachter dort zur Kasse bitten um das zu finanzieren.