Elefant überfällt Durianlager

Foto: Screenshot
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HUA HIN: Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wurde die Huai Sat Yai Agriculture Cooperative in Hua Hin von einem nächtlichen Dieb mit großem Hunger auf Durian heimgesucht: ein Elefant schlug mit seinem Rüssel die Wand zum Früchtelager auf, verzehrte 40 Durians und hinterließ einen Schaden in Höhe von 40.000 Baht.

„Das passierte in 10 Tagen bereits zum zweiten Mal“, klagte der Manager der Genossenschaft Prasert Kanchanawanit in „Khaosod“ sein Leid und erzählte, dass der hungrige Dickhäuter nicht nur die Wand, sondern auch ein Fenster und die Klimaanlage zerstört hatte. „Alleine die Klimaanlage kostet 40.000 Baht“, so Prasert. Arbeiter probierten das Tier zu verjagen, doch es zeigte sich von den Versuchen der Männer unbeeindruckt und ließ erst von den Früchten, als es vollgefressen war.

Prasert folgend, waren die Schäden vom letzten Überfall gerade erst seit sechs Tagen repariert, als das Lager vom nächsten Elefanten aufgesucht wurde. Er glaubt daher, dass die beiden Dickhäuter als Team agieren.

Im Umland von Hua Hin häufen sich Berichte über aggressive Elefanten, die es auf die Fruchtlieferungen der Farmer abgesehen haben und die sogar vollbeladene Pick-up-Trucks zum Stehen bringen, um an die begehrten Snacks zu kommen.

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Leserkommentare

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Wieland Wenz 28.09.17 20:15
Klare Trennlinien
Wenn Mensch und Tier auf so wenig Raum so dicht zusammenleben muessen, braucht es klare "Trennlinien", sonst geht fuer Pufferzonen zuviel Platz verloren oder es kommt ueberall zu solchen Konflikten. Eine klare Trennlinie ist die Mauer eines Stausees vor einem Tal. Wenn dann das Wasser links und rechts in einem Khlong vor die naechsten Taeler gefuehrt werden und der eine steile Boeschung hat, die tiefer ist, wie der Elefant mit dem Ruessel ertasten kann, wird er diesen NICHT ueberwinden. Dann muss nur noch als Ersatz, fuer die wenigen verlorenen Baeumen im Stausee, mit entsprechenden Fruchtbaeumen im NP aufgeforstet werden und dann muss man nur noch warten, bis sich die Besatzdichte erhoeht hat. Hinter den Khlongs kann man auch Elefanten, die Menschen kennen, "auswildern". Mit Salzlecken, Schattenbaeumen, Futterstellen kann man auch wieder auf engsten Raum den Besuchern Beobachtungsstellen einrichten! Mit entsprechenden Futterbaeumen fuer Wildschweine, kann man im selben Park, meist auch die Besatzdichte fuer Tieger erhoehen.