Eine haarige Köstlichkeit

Die Rambutan ist aus Thailand nicht wegzudenken

Diese Frucht gehört zu Thailand wie das Lächeln seiner Menschen: die Rambutan, die derzeit wohl auf so ziemlich jedem Markt quer durch das Königreich zu finden sein dürfte.

Ihren Namen hat die borstige Frucht ihrem Aussehen zu verdanken, denn das Wort "rambut" bedeutet im Malaiischen "Haar". So wird vermutet, dass es die ersten Kultivierungen in Malaysia gegeben hat, genau überliefert ist dies jedoch nicht. Heute findet man die kultivierte Rambutan-Pflanze auch in Teilen Afrikas, der Karibik, Mittelamerika, Indien, Kambodscha, Indonesien, Sri Lanka, den Philippinen und auch in Teilen Australiens und Hawaiis. Nirgendwo wird die Rambutan jedoch mehr angebaut und dem Handel zugeführt als in Thailand. Die größten Anbaugebiete gibt es in der Zeit von April bis Oktober in Chantaburi und Surat Thani.

Der Rambutan-Baum kann zwischen drei und zehn Metern hoch werden und trägt zwei Mal im Jahr Früchte. Ein ausgewachsener Baum kann bis zu 6.000 Früchte mit einem Gesamtgewicht von bis zu 70 Kilogramm hervorbringen. In Thailand findet man allerdings zumeist die höchstens vier Meter hohen Rambutan-Sträuche, die absichtlich so kultiviert wurden, um das Abernten der Früchte zu erleichtern.

Die Früchte haben einen Durchmesser von etwa fünf Zentimetern und sie erinnern in mancher Hinsicht an Litschis. Die rubinrote Schale lässt sich leicht abtrennen oder einfach mit den Fingern aufreißen, um an das glasige, süß-aromatische Fruchtfleisch zu gelangen. Dieses lässt sich leicht vom Kern lösen. Das wohlschmeckende Fruchtfleisch ist vitaminreich und enthält außerdem Eisen, Kalzium und Kalium. Die Rambutan wird auch zu Marmelade, Gelee, Früchtetee und Likör verarbeitet. Für den Export ins Ausland werden die Früchte in Dosen konserviert.

Die Rambutan gehört in Thailand ohne Zweifel zu den mit Abstand beliebtesten Früchten, sie ist recht preiswert und inzwischen auch privat in vielen Gärten zu finden. Gut aufgepasst übrigens beim Einkauf von ganzen Rambutan-Büscheln: Die Frucht ist nicht nur bei Menschen sehr beliebt, sondern auch bei Ameisen!

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