Ein Zuhause für Demenz-Erkrankte im Paradies

Willkommen im „Baan Tschuai Duu Lää“ – Haus der Hilfe und Pflege

In Thailand kann Anita Somaini ihr gesamtes Fachwissen aus der Schweiz einbringen.
In Thailand kann Anita Somaini ihr gesamtes Fachwissen aus der Schweiz einbringen.

In Rawai leitet Anita Somaini das "Baan Tschuai Duu Lää", zu Deutsch Haus der Hilfe und Pflege. Während mehrjähriger beruflicher Tätigkeiten in chirurgisch/orthopädischen Stationen sowie in der Geriatrie und Psychogeriatrie konnte sich die diplomierte Schweizer Pflegefachfrau ein umfassendes Wissen im Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen aneignen. Auf Phuket möchte sie pflegebedürftigen Menschen ein neues Zuhause in einer traumhaften Umgebung und eine Betreuung bieten, die in Europa leider nicht möglich ist.

Doch es werden nicht nur eine erstklassige Pflege, individuelle Versorgung und persönliche Zuwendung geboten. "Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt", erklärt Anita das Konzept des "Baan Tschuai Duu Lää", dessen Grundlage die Achtung vor der Würde und Einzigartigkeit menschlichen Lebens ist.

Die Achtung vor der Würde...

Die Anlage befindet sich in einer ruhigen Einfamilienhaus-Siedlung. Jedes Haus verfügt über einen eigenen tropischen Garten mit Swimmingpool.
Die Anlage befindet sich in einer ruhigen Einfamilienhaus-Siedlung. Jedes Haus verfügt über einen eigenen tropischen Garten mit Swimmingpool.

"Der in unserem Haus lebende Mensch wird von uns ganzheitlich wahrgenommen, wir achten seine Würde und behandeln ihn respektvoll", erzählt Anita und fügt hinzu, dass entsprechend der individuellen Möglichkeiten der Bewohner die Selbstbestimmung und die Selbstständigkeit stets gefördert und behandelt werden. "Unser Ziel ist es, die körperlichen und geistigen Fähigkeiten so lange wie möglich zu erhalten oder zu verbessern", bringt es Anita auf den Punkt. Da versteht es sich von selbst, dass die motivierte Pflegefachfrau im ständigen Kontakt mit den Angehörigen ihrer Bewohner steht, um individuelle Bedürfnisse zu realisieren. Doch auch mit den lokalen Behörden und Institutionen in Europa erfolgt ein enger Austausch, besonders, wenn es um die Frage der Finanzierung geht.

Die 30 bis 36 qm großen Zimmer verfügen je über ein eigenes Bad mit Toilette und sind großzügig ausgestattet.
Die 30 bis 36 qm großen Zimmer verfügen je über ein eigenes Bad mit Toilette und sind großzügig ausgestattet.

...und Einzigartigkeit des Menschen!

Auch die Beschäftigung der Gäste wird individuell auf die jeweiligen Ressourcen eines jeden Einzelnen abgestimmt. Durch Feste, geselliges Zusammensein und Ausflüge werden die Kontakte untereinander und nach außen gefördert. "Wir haben hier die Möglichkeit, unseren Gästen eine Betreuung zukommen zu lassen, bei welcher sich drei Pflegende im Wechsel 24 Stunden am Tag um einen Bewohner kümmern. Dies ist in der Schweiz oder Europa weder durchführbar noch finanzierbar," erzählt Anita.

Doch wie kam die ehemalige Krankenschwester auf die Idee, demenzkranke Menschen in Thailand zu betreuen? Anita erklärt: "Ich habe mich selbst davon überzeugt, wie es ist, wenn demenzkranke Menschen fernab von der Heimat leben und betreut werden. Als ich sah, wie glücklich, ruhig und besonnen die Menschen miteinander umgehen, war meine Entscheidung gefallen. Doch neben an Demenz und Alzheimer Erkrankten betreuen wir ebenfalls Menschen, die im alltäglichen Leben Unterstützung, Hilfe oder Pflege benötigen. So kommen zu uns auch Gäste zur Rehabilitation nach einer Krankheit oder einem Unfall", erzählt Anita und erklärt, dass sich ihr vielseitiges Leistungsangebot aufgrund ihrer Ausbildungen und Berufserfahrung ergeben hat.

Viele ältere Menschen entschließen sich zu einem Umzug in ein Alters- oder Pflegeheim. Aufgrund langer Wartelisten ist jedoch oftmals ein dringend benötigter Pflegeplatz nicht verfügbar. Diesen Personen möchten Anita und ihr Team einen Kurzzeitaufenthalt anbieten. Mit betreuten Ferienaufenthalten von Demenzkranken wird Angehörigen die Möglichkeit geboten, einen betreuten Urlaubsaufenthalt für ihr pflegebedürftiges Familienmitglied zu organisieren. Ein Langzeitaufenthalt richtet sich an pflegebedürftige Menschen, die ihren Lebensabend im "Baan Tschuai Duu Lää" in angenehmer, ruhiger und entspannter Atmosphäre verbringen möchten. Anita erklärt: "Gerne sind wir Ihnen bei den Reisevorbereitungen behilflich und beraten Sie bezüglich notwendiger Formalitäten bei einem geplanten Ferien- oder Langzeitaufenthalt.

Carewell-Service Co., Ltd.

19/19, Moo 4, Soi Suksan 2 Rawai, Phuket 83130

Tel.: 086-270.9522

www.carewell-service.com

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Leserkommentare

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Martine 30.12.12 11:30
Klingt sehr gut und vielversprechend. In Chiang Mai gibt es ja schon ähnliche Einrichtunge. Ich würde auch lieber hier versorgt werden, als jemals in eine Einrichtung in Deutschland freiwillig zu gehen.
Werner Kessler 14.12.12 20:17
Am 5. November 2012 habe ich meinen dementen, 68-jährigen Bruder ins Haus der Hilfe u. Pflege von Anita Somaini gebracht. Vorher war mein Bruder in einer geschlossenen Abteilung in einem Heim am Zürichsee untergebracht. Dort wurde er einfach mit Medikamenten ruhig gestellt, verfiel aber trotzdem immer wieder in schwerste Depressionen und wollte raus. Auch von der Pflege war ich schwer enttäuscht, die Patienten wurden überhaupt nicht beschäftigt und es wurden auch keine Spiele mit Ihnen gemacht, geschweige denn wurden sie auch nur einmal auf einem Spaziergang begleitet. Diese Minimalpfege kostete jeden Monat gegen 9000.-- tendenz steigend. So sah ich mich nach weiteren Pfegeplätzen um, was sich als sehr schwierig heraus stellte. Auf eine Reportage im Fernsehen hin bin ich dann nach Thailand geflogen und habe mir die Unterbringungs- und Pflegeorte angeschaut und war überzeugt, hier die Beste Möglichkeit für meinen Bruder gefunden zu haben. In Chiang Mai wurde leider kein Platz frei, sodass ich mich entschied, meinen Bruder zu Anita Somaini nach Phuket zu bringen, wo ich beste Voraussetzungen vorfand. Mein Bruder ist nun Happy, hat eine 24 Std. Pflege und Begleitung und kann sich, was er immer wollte, in freier Natur bewegen. Die Pflegekosten belaufen sich auf etwas mehr als einen Drittel in der Schweiz und bekommt alles, was er braucht. Ich kann diese Lösung besten Gewissens nur weiter empfehlen. Werner Kessler, Parlamentarier Soziales, Uster, Schweiz.