Ein Herz für Air Berlin

Foto: epa/Clemens Bilan
Foto: epa/Clemens Bilan

BERLIN (dpa) - Ausgefallene Flüge, stundenlange Verspätungen, ruinierte Urlaube: Wütend und genervt waren viele Passagiere zuletzt von Air Berlin. Doch am letzten Flugtag ist davon kaum etwas zu spüren. In den sozialen Netzwerken herrscht Wehmut.

«Mit airberlin die Welt entdecken.» Das Versprechen prangt nach wie vor als überdimensionales Werbebanner am Berliner Flughafen Tegel. Doch am Tag, an dem die Airline ihren Flugbetrieb einstellt, bekommt der Spruch etwas Schwermütiges. «Relikt aus schon sehr bald vergangenen Zeiten», schreibt eine Nutzerin beim Kurznachrichtendienst Twitter am Freitag - #byebye.

Nach fast 40 Jahren wickelt die Airline am Freitag ihre letzten Flüge ab. Unter dem Hashtag #AirBerlin äußerten sich in den sozialen Netzwerken viele Passagiere auf ihren persönlich letzten Air-Berlin-Flügen wehmütig. «27.10.17, 07:22 Uhr: Zum letzten Mal vom monotonen Surren der Airberlin-#Propellermaschine aus Krakau geweckt worden #Tegel #txl», schreibt ein Nutzer am Freitag.

«Gestern weinte die Stewardess bei der Verabschiedung, heute wird es wahr. Wünsche allen Beteiligten nur das Beste!», twitterte eine weitere Nutzerin. Dazu stellte sie das Foto eines Air-Berlin-Service-Schalters am Flughafen. Und auch ein Luxushotel am Berliner Zoo schrieb: «Liebe #AirBerlin-er, wir sind heute traurig + fühlen mit Euch. Viel Erfolg und Glück für die Zukunft, das wünschen wir jedem Mitarbeiter!»

Dabei hatte die Fluggesellschaft in den vergangenen Monaten vor allem die Wut ihrer Kunden auf sich gezogen: Kurzfristig abgesagte Flüge, stundenlange Verspätungen und Gepäckchaos am Berliner Flughafen Tegel vermiesten vielen Passagieren den Urlaub. Auch daran erinnerten am Freitag einige: «Berlins Regierender Bürgermeister Müller sagt,

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

* Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.