Ein Besuch im interessanten Singapur

Neben dem bekannten Botanischen Garten gibt es die „Gärten am Golf“ zu bestaunen

Begrünte „Pilze“ aus Stahl wirken im „Garten am Golf“ futuristisch und sind zum Markenzeichen geworden. Fotos: hf
Begrünte „Pilze“ aus Stahl wirken im „Garten am Golf“ futuristisch und sind zum Markenzeichen geworden. Fotos: hf

Mein Freund Walti war noch nie in Singapur, für vier Tage haben wir uns deshalb die „Löwenstadt“ angeschaut. Eine wunderbare Stadt ist das, mit großartiger Architektur und einzigartigen Gärten.

Im unterkühlten „Cloud Forest“ steigt der Besucher einen künstlichen Berg hinab, ein tolles Erlebnis.
Im unterkühlten „Cloud Forest“ steigt der Besucher einen künstlichen Berg hinab, ein tolles Erlebnis.

Seit AirAsia von U-Tapao für wenig Geld nach Singapur fliegt, war ich nun schon zum zweiten Mal im einzigartigen Stadtstaat.

Der zweieinhalbstündige Flug lohnt sich, Singapur hat wirklich viel zu bieten. Einziger Wermutstropfen: Hotels und Essen sind auf einem sehr hohen Niveau, alles ist fast so teuer wie in meiner Heimatstadt Zürich…

Der Touristenbus: bequem und bezahlbar

Am ersten Nachmittag haben wir einmal die nähere Umgebung unseres Hotels an der Bencoolen Road erkundet. Da fällt etwa der Baumpfad auf, an dem interessante Bäume erklärt werden oder die Skulptur vor dem Sam, dem Singapore Art Museum. Erst am nächsten Morgen haben wir ein 3-Tage-Ticket für die Touristenbusse gekauft: 59 S$, also etwa 1.500 Baht, das ist auch nicht gerade billig, aber bezahlbar.

Ein ziemlich fetter Kerl steht im „Flower Dome“.
Ein ziemlich fetter Kerl steht im „Flower Dome“.

Zuerst fahren wir mal mit der „Gelben Linie“ zum berühmten Botanischen Garten, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden ist. Der Eintritt ist gratis, außer zum Orchideen-Garten. Und der Besuch lohnt sich allemal, ist ein „Muss“ in der Löwenstadt. Leider ist der Gewürzgarten momentan nicht zugänglich, wo ich bei einem vergangenen Besuch erstmals Gewürznelken gesehen habe, die im Discovery Garden Pattaya leider noch keine Knospen bilden.

Besonders gespannt bin ich auf die „Gardens by the bay“, was man auf Deutsch als „Gärten am Golf“ übersetzen könnte.

Das Ergebnis von 30 Jahren Planung

Die Regierung von Singapur hat über 30 Jahre systematischer Stadtplanung hinter sich, in deren Verlauf sich die Fläche des Stadtstaates durch gewaltige Aufschüttungen um 25 Prozent erhöht hat. Unter anderem befinden sich nun der Hotelkomplex mit dem aufgesetzten „Schiff“, das Kasino und Messezentrum und diese Gärten am Golf auf diesem aufgeschütteten Land. Alles enorm künstlich und dennoch ein Wurf erster Güte.

Diese Früchte des Baobab sieht man im Botanischen Garten.
Diese Früchte des Baobab sieht man im Botanischen Garten.

Mich haben natürlich vor allem die Gärten interessiert, die ich bei meinem früheren Besuch aus zeitlichen Gründen noch nicht erkunden konnte.

Die frei zugänglichen Bereiche bestehen aus riesigen Stahl-„Pilzen“ oder -„Bäumen“ die begrünt sind und als futuris­tisch angehauchter Blickfang dienen. Sie sind zu einem Symbol für das „neue“ Singapur geworden.

Als besondere Publikumsmagnete dienen der „Flower Dome“ und der „Cloud Forest“, riesige heruntergekühlte Hallen, wo Pflanzen kultiviert werden, die in einer tropischen Umgebung nicht oder schlecht wachsen können. Man friert anfangs ziemlich, wenn man den künstlichen Berg im „Cloud Forest“ hinabsteigt. Das Ganze ist sehr gut gemacht und außerordentlich eindrucksvoll.

Ein Blick auf das Hotel Marina Bay Sands.
Ein Blick auf das Hotel Marina Bay Sands.

Ganz alte, gigantische Olivenbäume findet man im „Flower Dome“, neben Grapefruits, Feigen und den beeindruckenden, „fetten“ Palmen aus Chile.

Draußen, vor den heruntergekühlten Hallen, habe ich noch einige „Pandanus utilis“ entdeckt, die ich aus Brasilien kenne und die auch im Discovery Garden Pattaya bestaunt werden können.

Hans Fritschi, Jahrgang 1957, ist ehemaliger Journalist und Buchautor, er lebt seit 1991 in Thailand. Mehrere Monate des Jahres reist er in der Welt herum, den Rest verbringt der Hobbygärtner in Pattaya und Nong Khai. Falls Sie Fragen und Anregungen an unseren Gartenkolumnisten haben, oder seinen Garten mal anschauen möchten, schicken Sie ihm eine E-Mail an hansfritschi1957@gmail.com oder besuchen Sie seine Webseite www.discovery-garden.net oder Facebookseite.

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Leserkommentare

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Jürgen Franke 12.03.17 18:47
Danke für den interessanten Bericht,
war etwa vor 10 Jahren das letzte Mal in Singapur. Da muß man mal wieder hin. Alleine um zu sehen und zu genießen, wie sauber eigentlich eine Stadt auch in Asien sein kann, wenn man nur will.
Shorty 12.03.17 17:13
Singapur
Singapur ist eine wundervolle Stadt, und wenn man weiss wie, kann sie auch sehr guenstig sein. In Bezug auf die 59 SGD fuer Touri Busse --> Kauft eine Zahlkarte die fuer MRT und Busse gleichzeitig genutzt werden kann, man kann damit auch in vielen Food Corner bezahlen. Google Maps zeigt einem den oeffentlichen Verkehr auf die Minute genau an, wo umsteigen und so weiter. Essen sollte man in den lokalen Restaurants, da bekommt man eine Top Nudelsuppe mit alle drum und dran fuer 4 SGD (~100 THB). Definitive zu empfehlen waeren noch der Japanische und Chinesische Garten nahe Jurong East und der Bird Park, natuerlich ist auch der Singapore Zoo (Day and Night) ein Besuch wert. Dann lohnt es sich auch mit der Faehre vom Changi Village nach Pulau Ubin ueberzusetzen, fuer 5 SGD ein Fahrrad zu mieten und auf der Autofreien Insel einen Tag im Regenwald Fahrrad zu fahren. Im Orchard Tower gibt es auch zarte Pflaenzchen, aber das ist ein anderes Thema :o). Viel Spass in einer tollen Stadt, die viel zu bieten hat.