Easyjet sieht höhere Ticketpreise

Foto: epa/Patrick Pleul
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LUTON (dpa) - Der britische Billigflieger Easyjet setzt auch ohne die geplante Übernahme von Teilen des insolventen Konkurrenten Air Berlin auf Wachstum. Die Kapazität soll im gerade begonnenen Geschäftsjahr um sechs Prozent steigen, teilte der Ryanair- und Lufthansa-Rivale am Dienstag in Luton mit. Nach einem zuletzt schwierigen Geschäft mit hartem Preiswettkampf und höheren Kosten wegen des schwachen Pfund sieht Easyjet ermutigende Zeichen bei Buchungen und Preisen.

Die Briten wollen von Air Berlin, die nach der Insolvenz zerschlagen und größtenteils von Lufthansa übernommen wurde, den Betrieb von 25 Fliegern für 40 Millionen Euro übernehmen. Die Transaktion soll bis Ende Dezember abgeschlossen sein. Die Übernahme werde das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr stark belasten.

Der Umsatz pro Sitzplatz dürfte im ersten Halbjahr unter anderem wegen der aus dem Markt verschwundenen Anbieter im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigen. Bei der angepeilten Kapazitätsausweitung ist die Übernahme der Air-Berlin-Aktivitäten am Berliner Flughafen Tegel noch nicht enthalten.

So werde das Umrüsten der Flugzeuge, die Umstellung des Flugbetriebs sowie die Ausbildung der bis zu 1.000 Air-Berlin-Mitarbeiter rund 100 Millionen Pfund (113 Mio. Euro) kosten. Zudem rechnet Easyjet wegen einer geringeren Auslastung und Preisen pro Ticket der Flugzeuge, die übernommen werden sollen, mit einem Verlust im laufenden Geschäft von 60 Millionen Pfund. Ab dem Geschäftsjahr 2018/2019 (30. September) soll die Übernahme dann etwas zum Gewinn des Konzerns beisteuern.

Im vergangenen Geschäftsjahr fiel der bereinigte Vorsteuergewinn um 17 Prozent auf 408 Millionen Pfund. Unter dem Strich sank der Gewinn um 30 Prozent auf 305 Millionen Pfund. Der Umsatz zog um acht Prozent auf 5,05 Milliarden Pfund an.

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Leserkommentare

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Ingo Kerp 22.11.17 14:55
Kaum ist AirBerlin vom Markt verschwunden, reden sofort alle anderen Airline von hoeheren Preisen.