Drei Frauen wegen Leihmutter-Geschäften verurteilt

Foto: epa/Kith Serey
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PHNOM PENH (dpa) - Für Paare, die keine eigenen Kinder bekommen können, kann eine Leihmutter der letzte Ausweg sein. In manchen Staaten Südostasiens werden damit Geschäfte gemacht. In Kambodscha muss eine Vermittlerin jetzt aber ins Gefängnis.

Wegen illegaler Geschäfte mit der Vermittlung von Leihmüttern in Kambodscha ist eine Australierin zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die 49-Jährige wurde am Mittwoch von einem Gericht in der Hauptstadt Phnom Penh unter anderem für schuldig befunden, gefälschte Papiere besorgt zu haben. Außerdem muss sie umgerechnet 825 Euro Geldstrafe zahlen. Zusammen mit ihr wurden auch zwei Frauen aus Kambodscha zu jeweils 18 Monaten Haft verurteilt.

Das südostasiatische Land gehörte über Jahre hinweg zu einem der wichtigsten Ziele von westlichen Paaren, die keine eigenen Kinder bekommen können. Mit der Vermittlung von Leihmüttern, die gegen Geld eine befruchtete Eizelle austrugen oder über eine Samenspende schwanger wurden, machten verschiedene Organisationen ein Geschäft. Nach der Geburt gaben die Frauen ihr Kind dann zur Adoption frei.

Nach Informationen der Tageszeitung «Phnom Penh Post» wurden Frauen, die sich in dem verhältnismäßig armen Land als Leihmutter zur Verfügung stellten, bis zu 10.000 US-Dollar gezahlt. Den Paaren mit Kinderwunsch wurde von Vermittlern allerdings bis zu 50.000 US-Dollar in Rechnung gestellt. Nach Schätzungen brachten Leihmütter in Kambodscha in den vergangenen Jahren rund 300 Kinder auf die Welt.

Zwischenzeitlich hatte Kambodscha - wie andere südostasiatische Staaten - das kommerzielle Geschäft untersagt. Inzwischen wurde das Verbot aber wieder gelockert. Künftig müssen Männer jedoch mit einem DNA-Test nachweisen, dass sie der leibliche Vater eines Neugeborenen sind. Nur dann sollen ausländische Paare das Land mit dem Adoptivkind verlassen können.

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