Die Litschi gleicht einer Pflaume

​Nützlicher Hinweis: Vor dem Kauf eine Frucht probieren

Litschis gehören weltweit zu den feinsten exotischen Früchten. Eine weitere übliche Schreibweise ist Lychee. Die asiatische Heimat des Litschi-Baumes ist das südliche China. Das Holz des hohen Baumes ist wegen seiner Festigkeit in der Möbelindustrie geschätzt. Weitere große Litschi-Anbaugebiete gibt es u.a. in Israel, Südafrika, Indien, Brasilien und Australien.

Es soll Zeiten gegeben haben, in denen diese Frucht für viel Geld aus China importiert wurde. Denn dort wird sie seit 2000 Jahren in rund hundert verschiedenen Sorten kultiviert. Ihre Größe ist vergleichbar mit einer heimischen Pflaume. Daher sind auch Bezeichnungen wie Chinesische Pflaume oder Liebesfrucht bekannt. Inzwischen sind Litschis für jeden erschwinglich geworden.

Besonders in Nordthailand gibt es viele Plantagen, und der Preis der Frucht ist annehmbar, auch wenn er höher liegt als bei anderen Obstarten. Im Schnitt bezahlt man für die Standardsorten in der Haupterntezeit ab 40 Baht je Kilo, für die besseren muss man schon bis zu 150 Baht je Kilo hinblättern. Damit gehören Litschis zu den eher teuren Früchten Thailands.

Im Königreich werden mehrere Sorten angebaut. Sie reichen von rosaroten über dunkelrote bis bräunliche Sorten und schmecken meistens süß, nur wenige säuerlich. Der dicht bewachsene, bis zu 15 Meter hohe Baum mit großen, glänzend-gefiederten Blättern kann 100 bis 150 Kilogramm Früchte tragen.

Die Schale ist in viele kleine Felder unterteilt, fast schuppenartig, dünn und leicht brüchig, so dass sie leicht zu entfernen ist. Das Fruchtfleisch erinnert an Weintrauben. In der Regel isst man frische Litschis geschält und entkernt. Ein nicht unerheblicher Teil der Ernten (von April bis Juli) ist für den Konserven-Export in alle Welt bestimmt. Aber gekühlte frische Früchte schmecken um ein Vielfaches besser als konservierte! Beliebt ist die Litschi (auf Thai: linchee) auch als Beilage zu Fruchtsalaten, und sie wird, wenn auch in kleinen Mengen, zu Wein und Likör verarbeitet.

Die thailändische Litschi ist in den letzten Jahren durch Züchtung gewachsen und süßer geworden. Vor einem Jahrzehnt hatten Thais die Frucht als zu sauer befunden, und dementsprechend schlecht ließ sie sich verkaufen. Da man die Qualität einer Frucht von außen nicht beurteilen kann, ist es üblich, vor dem Kauf eine Frucht zu probieren. Unreife Litschis schmecken übrigens nicht nur sauer, sie sind auch ziemlich trocken. Litschis sind reich an Vitamin C und Kalium.

Ein Tipp zum Einkauf: Wenn sich die Schalen sehr weich anfühlen, dann sind die Früchte bald verdorben. Die Schale sollte immer hart, fest und möglichst rot sein. Eine braune Schale bedeutet, dass die Frucht überreif ist, eine grünliche Schale, dass die Frucht noch nicht reif ist.

Gekühlt sind Litschis bis zu drei Wochen haltbar. Sie werden auch an Zweigen verkauft. Dies ist kein Versuch der Händler, beim Auswiegen zu schummeln. Sobald Litschis von den Zweigen gelöst werden, werden sie schnell an der Stelle schlecht, wo sie am Zweig angewachsen waren. Sind sie erst einmal vom Zweig oder Ast gelöst, fangen Litschis schnell an zu gären. Also sind Litschis an Zweigen die beste Methode, um keine überreifen Früchte zu kaufen.

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