Deutscher nach 30 Jahren in Schweizer Gletscher gefunden

Foto: epa/Laurent Gillieron
Foto: epa/Laurent Gillieron

SITTEN (dpa) - 30 Jahre nach dem Verschwinden eines Deutschen in den Schweizer Bergen ist die Leiche des Wanderers entdeckt worden.

Zwei Alpinisten fanden beim Aufstieg auf das Lagginhorn im Kanton Wallis die sterblichen Überreste des Mannes, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Eine Hand und zwei Schuhe ragten aus dem Eis am Gletscher nahe an der italienischen Grenze.

Das schlechte Wetter machte die Bergung der Leiche, die bereits in der Vorwoche gefunden wurde, zunächst schwierig. Erst einen Tag nach dem Fund konnte der Wanderer aus dem Eis befreit und mit dem Helikopter ins Tal geflogen werden.

Die Rechtsmedizin der Universität Bern klärte danach die Identität des Opfers. Es handelt sich um einen 1943 geborenen Deutschen, der seit einem Ausflug in der Region Hohsaas am 11. August 1987 als vermisst galt.

Erst Mitte Juli war ein Ehepaar nach 75 Jahren im Eis im Tsanfleuron-Gletscher im Kanton Wallis entdeckt worden. Das durch den Klimawandel wärmere Wetter legt auf den Gletschern immer häufiger Vermisste frei.

Mit einem Online-Abonnement mehr erfahren!
Abonnieren Sie die FARANG-Onlineausgabe ein Jahr lang zu einem sehr günstigen Preis. Sie erhalten uneingeschränkten Zugriff auf alle Artikel. Zusätzlich können Sie die vollständige Druckausgabe als PDF-Ausgabe herunterladen.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

* Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.