Datenbank zur Identitätsprüfung von Ausländern

Foto: The Nation
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BANGKOK: Die Einwanderungsbehörde und das Innenministerium wurden am Mittwoch angewiesen, die Implementierung einer Online-Datenbank zu beschleunigen, in der Ausländer erfasst werden, die das Königreich betreten und verlassen.

Laut Regierungssprecher Kongcheep Tantrawanich, soll die Plattform dazu beitragen, Verbrechen von Ausländern in Thailand wie Call-Center-Betrügereien oder andere illegale Aktivitäten zu verhindern. Dem Ministerium und der Immigration wurde auferlegt, das neue System innerhalb von sechs Monaten landesweit an allen Kontrollstellen der Einwanderungsbehörde zu installieren. Um die Datenbank mit den benötigten Informationen zu speisen, sollen alle Immigration-Checkpoints mit Fingerabdruck- und Reisepassscannern ausgestattet werden. Die Daten des elektronischen Reisepasses ersetzen somit das bisherige Einreise-Formular TM.6. „Die Maßnahme muss innerhalb von sechs Monaten umgesetzt werden, um die Ankunft, Abreise und Unterbringung von Ausländern umfassend überwachen zu können und Sicherheitsbedrohungen vor allem von transnationalen Kriminellen, ausländischer Mafia und internationalen Terroristen abzuwenden“, erklärte Kongcheep in „The Nation“.

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Leserkommentare

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Rainer Stutz 20.02.18 13:38
Fortschritt lässt sich nicht aufhalten..
Thailand verändert sich, jeden Tag. 10 Jahres Visum für 14 Staaten, Ehe-ID für Ausländer, Smart-Visa usw zeigen dies deutlich. Wie oft, braucht es Zeit. War in der Schweiz auch so und nicht besser als hier, in den 60er/70er Jahren. Mich freut es auch nicht in Chiang Mai jeweils 10-11 Std auf mein Jahresvisum / re-entry visum zu warten (war die letzten 3 Jahre immer so...), ABER, ich bin überzeugt, es wird sich ändern. Zudem ernüchtert auch ein Vergleich, selbst bei einer Einreise eines Thai-Ehepartner/in in CH und D, was da verlangt wird an "Papierchen". Zudem ist lesenswert, was da auf der letzten Seite, ganz unten steht....ein Antrag für ein Europa Visa (nur Schengen-Visa...).... Ein Antrag kann ohne Begründung seitens der Immigration CH abgelehnt werden, auch wenn alle Dokumente vorgelegt werden und in Ordnung sind. Und, für Ungläubige, das hatte ich schon erlebt, bei einem NL Farang sogar mit eingetragenem Eheschein (allersdings nur Thai-seitiger Eheeintrag, da sie ja hier wohnen). Vielleicht erleben wir es nicht mehr mit "Chip-ID's für Ausländer" oder ähnlichen Lösungen, aber sie werden kommen.... Übrigens, die 90 Tage Meldung mache ich jeweils via EMS, kostet mich 37 Baht Antwortcouvert, funktioniert ohne Probleme.
Heinz Jörg 18.02.18 15:05
Ich sehe da kein Problem
Die Thais machen das, was man in Deutschland schon 2015 hätte machen müssen. Dann gäbe es die Probleme wie sie dort vorhanden sind Dank Merkel nicht. Vielleicht haben die Thais daraus gelernt.
Tom K. 15.02.18 23:27
Online-Datenbank zur Thai Erfassung ...
... das wär doch mal ne Aufgabe für gelangweilte Thai-Beamte ! Wenn ich mir nur mal das "Pattaya-Paradies" oder die Inseln anschaue, haben 95% (meine Schätzung) der Thais ihr "Tambien Ban" (Anmeldung) im Isan und keine Behörde hat nur den geringsten Schimmer, wo die Landsleute sind, oder was diese treiben !? Wichtig ist, dass der Farang (aber nur der Gute) mehr und mehr erfasst wird und die Kriminellen (Thai oder Farang) andere Wege finden bzw. gefunden haben. Apropos, schaut Euch mal die Regularien für Visa oder work permit für Russen oder Chinesen an. Dies sind dann wohl andere Ausländer !?
Ingo Kerp 15.02.18 21:05
Sehr begrüßenswert! So gibt es eine Chance und Moeglichkeit, nicht jedes Gesindel ins Land zu lassen und zumindest den groeßten Teil, den man erwischt hat, wieder abzuschieben.
Jürgen Franke 15.02.18 18:34
Herr Stutz, auch wenn Sie schon 10 Jahre
hier leben, ist es immer noch erforderlich, einen Stapel Papier mitzubringen, wenn Sie die Immigration aufsuchen. Eigentlich hätten sie alle Daten per Knopfdruck auf ihren PC. Aber es macht offensichtlich viel Spaß, mit den vielen Stempeln die Papiere zu bearbeiten.