Monsanto-Kauf unter Auflagen

Foto: epa/Stephanie Lecocq
Foto: epa/Stephanie Lecocq

PEKING (dpa) - Der Agrochemie- und Pharmakonzern Bayer hat bei der geplanten Übernahme des US-Saatgutproduzenten Monsanto eine weitere Hürde genommen.

Das chinesische Wirtschaftsministerium stimmte dem Deal unter Auflagen zu, wie es am Dienstag auf seiner Webseite mitteilte. Beide Konzerne sind auch in der Region aktiv. Zu den Bedingungen zähle neben dem Verkauf einiger Geschäfte mit Mais, Sojabohnen, Baumwolle sowie mit nicht-selektiven Unkrautvernichtern auch eine Veräußerung von Bayers Geschäft mit Gemüsesaatgut.

«Die Freigabe durch die chinesischen Behörden ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Übernahme von Monsanto», teilte Bayer am Dienstag mit. Das Unternehmen habe sich bereits verpflichtet, das gesamte Geschäft mit Saatgut und Pflanzeneigenschaften sowie das Glufosinat- und Ammonium-Geschäft abzugeben.

Bereits Anfang März hatte Bayer einen möglichen Verkauf der Gemüsesaatgut-Aktivitäten an den Konkurrenten BASF angekündigt. Es werden exklusive Gespräche geführt. Mit diesem Schritt hofft Bayer, auch die EU-Kommission zu überzeugen, die Bedenken gegen den Monsanto-Kauf hat. Über den Verkauf einiger Geschäfte mit Saatgut und Unkrautvernichtungsmitteln an BASF hatten sich die Konzerne bereits im Oktober geeinigt.

Neben China müssen auch noch die EU und die USA dem Monsanto-Kauf zustimmen. Die EU hat eine Prüffrist bis Anfang April festgesetzt. Auch das US-Justizministerium könnte laut eines Medienberichts bis Anfang April eine Entscheidung treffen.

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