Bürger protestieren gegen Sandaufschüttung

Archivbild: Jahner
Archivbild: Jahner

HUA HIN: Bei einer öffentlichen Anhörung protestierten zahlreiche Bürger gegen die von der Stadtverwaltung geplante Sandaufschüttung am Strand.

Die Stadt will von der Regierung in Bangkok bewilligte drei Milliarden Baht für das Projekt gegen die fortschreitende Erosion ausgeben. Das heißt: Tausende Tonnen Sand müssen transportiert und auf dem Strand der Touristenmetropole verteilt werden. Kritiker sehen die Sandaufschüttung als keine Lösung gegen Erosion an. Ihnen ist das Projekt zu teuer, sie setzen auf natürliche Wege gegen die Erosion. Bei der Versammlung im Navee Pirom Hotel protestierten sie vor dem Hotel mit Bannern. Wie „Daily News” berichtet, war bei der Anhörung die Mehrheit der 200 Teilnehmer gegen die Aufschüttung. Wie in weiten Teilen des Landes, so schwemmt auch in Hua Hin das Meer Sand fort. Der Strand wird von Jahr zu Jahr schmaler.

Mit einem Online-Abonnement mehr erfahren!
Abonnieren Sie die FARANG-Onlineausgabe ein Jahr lang zu einem sehr günstigen Preis. Sie erhalten uneingeschränkten Zugriff auf alle Artikel. Zusätzlich können Sie die vollständige Druckausgabe als PDF-Ausgabe herunterladen.

Comments

For independent topics please send a readers letter to us. General Comment Discussion

* required fields
Wieland Wenz 03/10/2017 05:42
Fast 80 Mio Euro!
80 € (160DM)/h kostete vor Jahrzehnten der Flussbagger, der bei Ebbe am WhiteSandBeach(Koh Chang) ein riesiges Loch aushob und den Sand oberhalb der Flutlinie ablegte. Dort wurde er von einem Tracktor mit Schiebeschild in der natuerlichen Schraege des Strandes planiert. Guenstigste Zeit ist die HalbmondPhase, weil da die Flut nicht so hoch kommt. Zu Beginn der Regenzeit (+/-Juni) holt das Meer Unmengen von Sand weg. Da tauchen Felskuesten auf, die in der Schoenwetterzeit nicht zu sehen sind. Am Ende der Regenzeit bringen die Wellen diesen Sand wieder zurueck. Die Wellen sind im Ueberfluss so voller Sand, 2-3 Wellen und ein riesiges Loch ist verfuellt. Mittelfristig wuerde sich dieses Kommen und Gehen im Gleichgewicht halten, wenn nicht durch die zunehmende Oberflaechenversiegelung,diese Wassermassen zusaetzlichen Sand wegreissen wuerden. Pro Jahr kann man damit 10-15 m Strand zurueck gewinnen, Das kostet aber nur ein Bruchteil. Es muss aber regelmaessig wiederholt werden. Eine einmalige Aufschuettung vom Land her oder eine Sandvorspuelung aus dem Meer, wird in 2-4 Jahren wieder weg sein. Je weniger Wasser Zeit hat zu versickern und je schneller das "Hochwasser" in Richtung Meer gebracht wird, um so groesser ist der Verlust. Da Fluesse auch Schlamm und Sand mitbringen, wird das nicht offensichtlich.