Ausflug auf Landstraße 1003

Eine Zuschrift zum Artikel „Freizeitspaß für die ganze Familie“ (FA15/2017):

Inspiriert durch den FARANG Artikel: „Freizeitspaß für die ganze Familie“, stürzten sich Fred aus Australien, Jürgen aus Stuttgart und ich (aus Huai Yai) in einen Tagesausflug. Zunächst wurde der Strand von Ban Amphur angesteuert. Ein Strand, wesentlich schöner, breiter und ruhiger als die Strände von Pattaya oder Jomtien. Unter Palmen und Sonnenschirmen, saßen wir auf Plastikstühlen an Tischen und nahmen Softdrinks zu uns. Wir genossen den fast wolkenlosen Himmel und den fast spiegelglatten Golf von Thailand. Dieser Strand war noch kaum besucht, was eigentlich normal an Arbeitstagen ist und wohl auch um diese Tageszeit üblich. Anders ist es an Wochenenden, verbunden mit einem zusätzlichen Feiertag. Einen Auto- oder Moped-Parkplatz findet man aber immer und selbstverständlich auch einen Sitzplatz unter den Palmen.

Nach dem Bezahlen der Getränke, jeweils 20 Baht, ging die eigentliche Tour los. Über die Sukhumvit Road in Richtung Sattahip. Nach der Landstraße 1008 ging es links in die Rural Road 1003 – vor dem bekannten Nong Nooch Village.

​Die Straße schlängelte sich durch die Landschaft und die Ausflügler bekamen gleich das Gefühl, sich im ursprünglichen Thailand zu befinden. Die Bahngleise Bangkok-Sattahip wurden überquert und ein paar Kilometer weiter, war die Swiss Sheep Farm auf der rechten Straßenseite zu finden.

Dort wurden neben „typischen“ Schweizer Häusern, schöne Gartenflächen, dekoriert mit einem künstlichen Teich, gezeigt. In dem kleinen See hielten sich verschiedene Wasservögel, wie Enten, Gänse und Schwäne, auf – sogar kleine Entenküken. An anderen Stellen fand man entweder Schafe oder Ziegen vor und ein Pferd. Gleich hinter dem Eingang waren sozusagen Kirmesbuden aufgebaut, wo man mit Pfeil und Bogen schießen oder in der nächsten Bude mit Bällen werfen hätte können. Schluss­endlich kann man sagen, dass dieser Freizeitpark für Familien mit Kindern geeignet ist. Eintrittspreise für Farangs 180 Baht, für Thais 90 Baht.

Wir bekamen Hunger und hielten vor einem Open-Air-Restaurant, auf der Straße vor dem nächsten Ziel, an. In einem kleinen, offenen Häuschen aus Bambusrohr, ausgestattet sogar mit einem Ventilator, nahmen wir Platz und bestellten uns Thai-Gerichte. Es schmeckte allen und die Preise waren moderat.

Das nächste Ziel war das Gebäude „Upside  Down“, auch auf der rechten Straßenseite gelegen. Vorher betrachteten wir in einem riesen Felsen, die eingemeißelten Umrisse Buddhas. Das Bildnis war schon imposant. Auf der Fläche eines oder zweier Fußballfelder befand sich das auf dem Kopf bzw. Dach stehende Einzelhaus aber auch andere Gebäude. Sicherlich wäre es nicht uninteressant gewesen, sich dieses Areal näher anzusehen, aber die Eintrittspreise hielten uns zurück. Zutritt für Farangs 300 Baht, für Thais 180 Baht.

Also machten wir uns auf den Weg zu dem eigentlichen Ziel des Tages, dem Silverlake. Dieses Gebiet lag eigentlich auf beiden Straßenseiten der 1003 aber der Parkplatz ist auf der rechten. Schon interessant als man links Häuser im italienischen Baustil sah, namens Casa di Como. Dahinter, links oben auf dem Berg konnte man eine Pizzeria sehen. Nach dem Durchgang zum eigentlichen Silverlake, durchschritten wir einen Gebäudekomplex – auch im italienischen Baustil – mit verschiedenen Verkaufsräumen und einem Café. Jetzt befanden wir uns auf einer Plattform und sahen, zunächst über einen flachen Berghang mit Weinreben, auf den Silverlake. Beim Namen Silverlake dachte man automatisch an den Karl-May-Roman „Der Schatz im Silbersee“, doch dieser See hat nichts damit zu tun, er erinnert eher an einen norwegischen Fjord und noch besser an Italien. Auf der anderen Uferseite sah man ein Gebäude mit Turm und auch dieses Objekt war italienisch. Die Gartenanlage ringsherum war mit wunderschönen Blumen und Büschen bepflanzt und gepflegt. Die ganze Anlage machte einen sauberen, beruhigenden Eindruck und alle Besucher genossen es. Natürlich hätte man hier neben Traubensaft auch Rosé-, Weiß- oder Rotweine, in Flaschen kaufen können, über die verlangten Preise konnten wir uns aber keine Urteile bilden. Ein weiterer positiver Punkt war der kostenfreie Eintritt – auch für Farangs!

In der Ferne konnte man den Ramayana-Wasserpark sehen aber das war kein Ziel, zumindest für heute nicht. Wir hatten genug gesehen und erlebt und machten uns auf den Heimweg, zu dem Ausgangspunkt des heutigen Tages: Jomtien.

Henry B., Huai Yai

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