Auf Facebook für Bier geworben: drei Animierdamen festgenommen

Fotos: The Nation
Fotos: The Nation

SARABURI: Die Polizei hat in Saraburi drei Animierdamen eines Pubs festgenommen, die beschuldigt werden, bei einer Facebook-Live-Übertragung für eine Bier-Promotion geworben zu haben, was in Thailand gegen das Alkoholgesetz verstößt.

In dem Video sagt eine der Frauen: „Es gibt eine Bier-Promotion. Kaufen Sie eins und Sie erhalten ein weiteres gratis. Aber Sie müssen vor 21 Uhr kommen.“

Die drei Bier-Mädchen müssen mit empfindlichen Strafen rechnen.
Die drei Bier-Mädchen müssen mit empfindlichen Strafen rechnen.

Die Polizei beschuldigt die drei Frauen, andere zum Trinken in dem Pub aufgefordert zu haben. Zudem kritisierten die Beamten ihre aufreizenden Kostüme. Sie wurden gemäß des geltenden Alkoholgesetzes aus dem Jahr 2008 bestraft, das die öffentliche Einladung anderer zum Konsum von Alkohol verbietet. Ihnen droht eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Baht, Wiederholungstäter werden mit einer Strafe in Höhe von 200.000 Baht belangt.

Kritiker weisen darauf hin, dass die drei Bier-Mädchen lediglich ihren Job ausgeführt haben: Bier verkaufen.

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Leserkommentare

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Walter Breymann 03.08.17 14:54
Die drei Damen...
...sind keine Juristinnen und laufen auch nicht mit dem Strafgesetzbuch unter dem Arm herum. Normalerweise hätte der Arbeitgeber, entweder der Pubowner oder die sponsernde Brauerei, wissen müssen, was erlaubt ist und was nicht. Aber in Thailand holt die Polizei gerne den Knüppel gegen die Armen und Ärmsten heraus, weil sie genau wissen, dass sie sich keine Anwälte leisten können. Einfach nur widerlich, es hätte durchaus bei einer Ermahnung und Aufklärung über das Gesetz bleiben können. Schaut man sich dann die Strafen wegen Trunkenheit am Steuer, oder Gewalt im Straßenverkehr, dann kann einem nur noch schlecht werden.
LeO-Friedl Paierl 03.08.17 14:46
Grosses Problem
Welch ein schlechtes Ansinnen, wenn man(n)-frau den Job erledigen. Sind keine anderen Probleme mehr vorhanden. Solch drakonische Strafen sollten lieber im Verkehr üblich sein. Aber da kommt man ohne alles davon, wenn man einen Polizisten kennt oder reich ist. Da fällt mir nur mehr eines ein: lieb Vaterland magst ruhig sein.
Siegmund Scheller 03.08.17 13:19
Oh-mei, hat Thailand nicht andere Sorgen?