Atthaya Thitikul im Golf goldverdächtig

Sommerspiele mit Eishockey, Eiskunstlaufen und Eisschnelllauf

Mit erst 14 Jahren zählt Atthaya Thitikul bei den Südostasienmeisterschaften zu den Favoritinnen im Golf. Foto: The Nation
Mit erst 14 Jahren zählt Atthaya Thitikul bei den Südostasienmeisterschaften zu den Favoritinnen im Golf. Foto: The Nation

THAILAND: Die 14 Jahre junge Atthaya Thitikul soll bei den SEA Games in Malaysia im Golf die Goldmedaille im Einzel und mit Thitapa Iamtragul und Manuschaya Zeemakorn für Thailand den Teamwettbewerb gewinnen.

Atthaya hatte vor Wochen als Amateurspielerin für einen Rekord im Golf gesorgt. Sie gewann die Ladies European Thailand Championship in Pattaya und wurde damit bei Frauen und Männern die bisher jüngste Siegerin im Profi-Golf. Sie gewann weiter die Taiwan Amateur Open und ihren dritten Titel in wenigen Wochen bei den Junior Open in Holland. Atthaya hofft, ihre blendende Form bei den Südostasienspielen zu bestätigen. Die Thai war am 20. Februar dieses Jahres erst 14 geworden.

Thailand hatte bei den letzten SEA Games vor zwei Jahren in Singapur mit 95 Goldmedaillen, 83 Silber und 69 Mal Bronze die Medaillenwertung angeführt, vor Singapur und Vietnam. Den thailändischen Sportlern wird es schwer fallen, dieses Ergebnis zu toppen. Denn bei den 29. Spielen in Kuala Lumpur fehlen Olympische Wettbewerbe wie Ringen, Kanu sowie Gewichtheben und Boxen der Frauen – Disziplinen, in denen Thailand stark ist und Medaillen holen würde.

Das Königreich entsendet nach Kuala Lumpur 820 Sportler und 399 Offizielle. Die Athleten sollen mindes­tens 109 Goldmedaillen holen. Missionschef Thana Chaiprasit geht sogar von 120 Goldmedaillen aus, um in der Medaillenwertung den ersten Platz zu belegen.

Trotz starker Kritik seit Jahren, hat auch Malaysia die 405 Wettbewerbe in 39 Sportarten auf seine Athleten ausgerichtet. Der Gastgeber blähte das Programm mit Wettbewerben auf, die nichts oder nur wenig mit Sport oder Sommerspielen zu tun haben. Alle Appelle, sich auf die olympischen Disziplinen zu konzentrieren anstatt auf „traditionelle Wettbewerbe“, haben bisher nichts gebracht. Deshalb werden die Südostasienspiele seit Jahren als „Inflations-Spiele“ bezeichnet. So gibt es bei den Sommerspielen erstmals Eishockey, Eisschnelllauf und Eiskunstlaufen, und mit Pencak Silat und Wushu können die meisten sportbegeisterten Menschen nichts anfangen.

Für die Südostasienspiele vom 19. bis 30. August hat Malaysia umgerechnet 4,25 Milliarden Baht in Umbau und Renovierung seiner Sportstätten investiert. Das National Stadium entspricht jetzt internationalen Ansprüchen und steht bereit für weitere große sportliche Wettbewerbe.

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