Asiaten wollen Kampf gegen Terrorismus enger verzahnen

 Thailändische Polizisten nehmen an einem Trainingsprogramm des Kommandos-Programms in der Abteilung für Verbrechensbekämpfung in Bangkok teil. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Thailändische Polizisten nehmen an einem Trainingsprogramm des Kommandos-Programms in der Abteilung für Verbrechensbekämpfung in Bangkok teil. Foto: epa/Rungroj Yongrit

JAKARTA (dpa) - Wegen der Bedrohung durch islamistischen Terrorismus wollen fünf Länder aus Südostasien die Arbeit ihrer Geheimdienste enger verzahnen. Bei einem Treffen auf der Ferieninsel Bali vereinbarten Indonesien, Thailand, die Philippinen, Malaysia und Brunei am Donnerstag die Gründung einer neuen Initiative namens «Unsere Augen». Die Gruppe will sich auf diese Weise auch gegen andere Gefahren für die internationale Sicherheit wappnen.

Indonesiens Verteidigungsminister Ryamizard Ryacudu wurde von der staatlichen Nachrichtenagentur Antara mit den Worten zitiert: «Jedes unserer Länder hat unterschiedliche Herangehensweisen, um mit Bedrohungen umzugehen. Deshalb gibt es das Bedürfnis nach mehr Synergie und Zusammenarbeit beim Sammeln strategischer Informationen.» Künftig soll es regelmäßige Konferenzen geben. Jedes Mitgliedsland gründet dazu eine eigene Einheit.

Insbesondere die Einnahme der philippinischen Großstadt Marawi durch Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im vergangenen Jahr hatte Forderungen nach einer engeren Verzahnung der Dienste laut werden lassen. Die Stadt ist nach monatelangen Kämpfen wieder befreit. Zudem wurde Indonesien in den vergangenen Jahren mehrfach von Terroranschlägen getroffen. Alle fünf Länder gehören der Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (Asean) an.

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