Anklage gegen Imam wegen Aufruf zur Tötung von Muslimen

 Polizei-Razzia in der An'Nur-Moschee in Winterthur am 02. November 2016. Foto: epa/Walter Bieri
Polizei-Razzia in der An'Nur-Moschee in Winterthur am 02. November 2016. Foto: epa/Walter Bieri

ZÜRICH (dpa) - Die Staatsanwaltschaft in Zürich hat Anklage gegen einen äthiopischen Imam erhoben, der in einer Predigt öffentlich zur Tötung von Muslimen aufgerufen hatte.

Sie beantragte nach Angaben vom Freitag eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten. Außerdem soll der Mann für 15 Jahre des Landes verwiesen werden. Der islamische Geistliche soll im Oktober 2016 in der An'Nur-Moschee in Winterthur dazu aufgerufen haben, alle Muslime, die nicht in der Gemeinschaft beten, zu verstoßen und sie bei anhaltender Weigerung in ihren Häusern zu verbrennen. Zudem soll er sich über Facebook brutale Darstellungen des Tötens von Menschen beschafft und anderen zur Verfügung gestellt haben. Der Mann sitzt seit einer Razzia in der inzwischen geschlossenen Moschee in Untersuchungshaft..

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Leserkommentare

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Heinz T 13.08.17 05:34
An'Nur-Moschee
Dieser Imam hielt wahrscheinlich die Zeit für gekommen, auf seine Art die in seinem Einflussbereich lebenden Gläubigen auf den aufstrebenden globalen Jihad (emotional) vorzubereiten. Auf eine Ideologie, die letztendlich gegen unsere Werte ist und nichts mit Integration in unsere Mehrheitsgesellschaft zu tun hat. Religionsfreiheit geht anders.