Aktivurlaub in Thailand

Möglichkeiten für Nischensportler

Der Süden Thailands ist ein Paradies für Kletterfreunde. Foto: Fotolia, © THANAGON
Der Süden Thailands ist ein Paradies für Kletterfreunde. Foto: Fotolia, © THANAGON

Schwimmen, Surfen, Schnorcheln oder Tauchen – für Wasserratten bietet Thailand eine große Vielfalt an Möglichkeiten, sich im Urlaub aktiv die Zeit zu vertreiben und gleichzeitig auch Flora und Fauna kennenzulernen. Wer nicht nur faul am Strand in der Sonne liegen möchte, für den hat das Land allerdings noch viel mehr zu bieten. Auch für ungewöhnlichere Disziplinen gibt es dort beste Bedingungen. 

Aufgrund des feuchtwarmen Klimas ist Wassersport für viele der optimale Ausgleich, um sich von den heißen Temperaturen etwas abzukühlen, auch wenn die Wassertemperaturen nicht immer die ganz große Erfrischung versprechen. Doch Gelegenheiten, die Natur zu erleben oder die Kultur kennenzulernen, gibt es auch noch bei vielen weiteren sportlichen Aktivitäten.

Thailand als Kletterparadies

Die vielversprechendsten Klettergebiete des Landes liegen im südlichen Teil. Als zentrale Anlaufstelle empfiehlt sich die Provinz Krabi, die sich auf der Höhe von Phuket etwas östlich der Phang Nga Bucht befindet. Die Region ist geprägt von zahlreichen schroffen, steil ansteigenden Felsen entlang der Küste. Hinzu kommen unzählige kleine Inseln, die größtenteils mit einem Speed- oder Longboat erreichbar sind. Nach einer Klettertour steht also einem erfrischenden Bad im Meer ebenfalls nichts im Wege.

Für Einsteiger finden sich Kletterschulen, die einerseits das notwendige Equipment zur Verfügung stellen können und andererseits passende Routen und die schönsten Spots kennen. Fortgeschrittene können auf über 1.000 vorgegebene Routen zurückgreifen – die Felsen sind entsprechend vorgebohrt.

Besonders schön ist dabei die Halbinsel Ra Leh (auch Railay): Insbesondere Ao Nang Beach zählt hier zu den attraktivsten Kletterspots der Welt. Die Kalksteinfelsen bieten beim Klettern guten Halt und unglaublich viel Abwechslung. Wer einen der steilen Felsen erklommen hat, kann eine spektakuläre Aussicht über die Bucht genießen.

Weitere sehenswerte Klettergebiete:

Ton Sai Beach: Noch etwas weniger bevölkert als die Felsen rund um Ra Leh Beach.

Ko Phi Phi: Die Insel zählt zu den ältesten Kletterspots in Thailand. Die meisten davon finden sich auf der größeren Hauptinsel Ko Phi Phi Don. Hier gilt es jedoch, frühzeitig zu buchen, da die Zahl der Touristen dort künftig reguliert wird.

Einen besonderen Nervenkitzel bietet das sogenannte „Deep Water Soloing“. Dabei wird direkt vom Wasser aus losgeklettert – ohne den Einsatz von Sicherungsseil und Haken. Bei einem Absturz ist der Fall direkt ins Wasser dann in jedem Fall zu verschmerzen. Die besondere Struktur der Felsformationen macht diese Art des Kletterns in der Provinz Krabi erst möglich. 

Kampfsportkultur erleben

Kampfsport und Asien gehört definitiv untrennbar zusammen. Vor allem das überall präsente Muay Thai zählt dabei als Nationalsport. Im ganzen Land gibt es Camps oder Arenen, in denen der Sport von Grund auf erlernt oder durch professionelle Unterstützung weiter trainiert werden kann.

Viele Kampfsportfreunde verbinden deshalb einen Urlaub in Thailand mit einem Kurs oder umfangreicheren Aufenthalt in einem Camp, um dort ihre Fähigkeiten zu verbessern. Wo wäre dies auch naheliegender als im Ursprungsland dieser Disziplin. Da neben der sportlichen Komponente auch die Bildung des Geistes eine wichtige Rolle spielt, werden in manchen Kursen auch religiöse Hintergründe und Traditionen gelehrt. Die Sportart ist stark mit der buddhistischen Lehre verknüpft. Die landestypischen Speisen mit viel frischem Obst und Gemüse sowie Fisch und Hühnchen tun ihr übriges zu einem gelungenen Urlaub für gesundheitsbewusste Sportler. 

In einigen der Camps wird auch Training in anderen Kampfsportdisziplinen wie Teakwondo oder Karate angeboten. Weit verbreitet ist zudem das sogenannte MMA – Mixed Martial Arts – eine Mischung aus verschiedenen Kampfkunsttechniken. Wie sich die einzelnen Sportarten im Einzelnen unterscheiden, zeigt diese Übersicht. Wer den Urlaub nutzen möchte, um auch einmal in andere Disziplinen hineinzuschnuppern, kann sich deshalb gezielt ein Camp aussuchen, das entsprechend aufgestellt ist und jeweils spezielle Trainer bieten kann.

Es gibt in der Regel Kurse für alle verschiedenen Altersklassen und Vorkenntnisse. Darüber hinaus sind aber auch Einzelstunden durchaus bezahlbar. In einigen Studios kann zudem auch Profis über die Schulter gesehen werden, denn oft trainieren dort auch Champions aus der lokalen und überregionalen Kampfkunstszene.

Im ganzen Land gibt es Studios in denen unter professioneller Anleitung verschiedene traditionelle Kampfkunsttechniken erlernt werden können. Foto: Fotolia, © kasipat
Im ganzen Land gibt es Studios in denen unter professioneller Anleitung verschiedene traditionelle Kampfkunsttechniken erlernt werden können. Foto: Fotolia, © kasipat

Trekking und Wandern auf Thailand

Für Naturfreunde ist Wandern oder Trekking sicher die beste Möglichkeit, die Schönheit des Landes in all ihren Facetten kennenzulernen. Hier sind vor allem die ausgedehnten Regionen im Norden des Landes die vielversprechendsten – zumindest, wenn man auf das Meer im Urlaub verzichten kann. 

Am ursprünglichsten zeigt sich die Natur in den zahlreichen Nationalparks und Schutzgebieten. Jeder der Parks hat seine ganz eigenen Highlights und Schwerpunkte, zwei davon stehen sogar auf der Liste des UNESCO Weltnaturerbes:

• Thungyai Naturschutzgebiet und Huai Kha Khaeng Wildschutzgebiet: Die Gebiete erstrecken sich über insgesamt rund 230 Kilometer von Ost nach West (615.500 Hektar) in den Provinzen Saraburi, Nakhon Nayok, Nakhon Rachisima, Prachinburi, Srakaew und Burirum. Sie beheimaten über 800 seltene Tierarten.

• Dong Phayayen Waldgebiet mit dem Nationalpark Khao Yai: Diese beiden zusammenhängenden Parks liegen im Nordwesten des Landes und grenzen ans benachbarte Myanmar (Provinzen Kanchanaburi, Tak und Uthai Thani). Die gesamte Fläche beträgt rund 600.000 Hektar und bietet Schutz für die größte Zahl an Elefanten und Tigern des Landes. 

Gerade in den nördlichen Regionen ist zum Wandern und Trekking eine gute Kondition gefragt. Über die Wintermonate kann es in den höheren Lagen zudem recht kühl werden. Lange Kleidung ist deshalb Pflicht (zumindest im Gepäck). In einigen der Schutzgebiete kann die Natur nur in Begleitung eines Guides erkundet werden.

Thailand für Golfsportler

Mit über 200 Golfplätzen ist Thailand ein attraktives Reiseziel für Freunde des Golfsports. Viele der Rasenplätze liegen in landschaftlich besonders sehenswerten Regionen und zeigen die ganze Schönheit des Landes. Die einzelnen Anlagen sind dabei sehr unterschiedlich gestaltet und bieten so unglaublich viel Abwechslung.

Allein in und um Bangkok gibt es rund 20 Golfclubs mit abwechslungsreichen Plätzen. Foto: Fotolia, © Panlop
Allein in und um Bangkok gibt es rund 20 Golfclubs mit abwechslungsreichen Plätzen. Foto: Fotolia, © Panlop

Allein rund um Bangkok sind rund zwei Dutzend exzellente Plätze in Tagesausflügen zu erreichen. Darüber hinaus zählt die sehenswerte Landschaft im Norden Thailands unter Golfern immer noch als Geheimtipp. Die Regionen abseits vom Meer, die von den üblichen Badetouristen ohnehin links liegen gelassen werden, bieten zudem die Möglichkeit, das Golfen mit kulturellen Highlights zu verbinden. Im südlichen Teil des Landes ist es vor allem das spannende Nebeneinander von Rasen und Meer, was das Golfen dort zu einem besonderen Erlebnis macht.

Überall kann kostengünstig das notwendige Equipment vor Ort ausgeliehen werden. So muss keiner die Golfausrüstung von zuhause mit ins Fluggepäck zwängen. Zudem sollte man wissen, dass in der Regel immer ein Caddie gebucht werden muss. Ohne ihn ist es meist nicht möglich, sich auf das Grün zu begeben. 

Unsere Geheimtipps zu den schönsten Golfplätzen:

• Als besonderes Highlight unter den Plätzen zählt sicherlich der Amata Spring Country Club in Chonburi etwa 90 Kilometer südöstlich von Bangkok. Legendär ist das 17. Loch, das sich auf einer Insel im Zentrum des Platzes befindet und das nur per Boot erreichbar ist. Von dort aus bietet sich ein schöner Ausblick auf die gesamte Umgebung.

• In Chiang Rai ganz an der nördlichen Grenze des Landes zu Myanmar (rund 200 Kilometer nordöstlich von Chiang Mai) liegt der Santiburi Country Club. Der Platz zählt zu den schönsten und gepflegtesten in ganz Asien. Wer sich sonst mit den hohen Temperaturen in Thailand etwas schwer tut, findet hier durch den umfangreichen Baumbestand, der sich natürlich in das Terrain einfügt, genügend schattige Plätze. Das Grün ist zudem immer wieder abwechslungsreich durch belebende Wasserflächen unterbrochen.

• Das Royal Chiang Mai Golf Resort liegt etwa 45 Kilometer nördlich der gleichnamigen Stadt Chiang Mai im Norden des Landes. Durch die höhere Lage weht hier stets eine kühlende Brise, somit ist der Platz ebenfalls für temperaturempfindliche Menschen gut geeignet. Nicht nur die Landschaft in der Umgebung, auch auf dem Grün selbst lassen sich nebenbei zahlreiche einheimische Pflanzen und Tiere beobachten. 

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