Aktionsplan gegen Wilderei und Wildtierhandel in Hanoi verabschiedet

Foto: epa/Str
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HANOI (dpa) - Gut 50 Länder wollen Wilderern und skrupellosen Wildtierhändlern effektiver das Handwerk legen. Sie verabschiedeten dazu am Freitag in Vietnam einen Aktionsplan. Unter anderem kündigte die deutsche Delegation an, afrikanischen Ländern bei der Stärkung der Strafverfolgungsbehörden zu helfen, um mehr Wilderern den Prozess zu machen. Vietnam versprach Aufklärungskampagnen, um die Nachfrage nach Schmuck aus Elfenbein oder angeblichen Potenz- oder Heilmitteln aus Nashorn zu stoppen. China will Touristen mit Broschüren in Flugzeugen davor warnen, Wildtierprodukte zu kaufen.

«Wilderei erhöht das Risiko für viele vom Aussterben bedrohte Arten», hieß es in der 28-seitigen Erklärung. Der Markt für Körperteile wildlebender Tiere ist in Vietnam und China besonders groß.

Die Teilnehmer der Konferenz waren Unterzeichner des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES). Tierschützer beobachten seit zehn Jahren einen alarmierenden Anstieg der Wilderei. Die Zahl der Elefanten ist in Afrika nach Schätzungen von 415 000 auf 111 000 zurückgegangen, die Zahl der von Wilderern getöteten Nashörner stieg von einem guten Dutzend 2007 auf mehr als 1100 im vergangenen Jahr.

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