Airline United ändert Regeln für Crew-Mitglieder

Foto: epa/Kamil Krzaczynski
Foto: epa/Kamil Krzaczynski

NEW YORK/CHICAGO (dpa) - Eine Woche, nachdem die Fluggesellschaft United einen Mann gewaltsam aus einen Flugzeug geworfen hat, ändert die Airline ihre Regeln: Künftig müssen Crew-Mitglieder, die als Passagiere an einen anderen Flughafen gebracht werden sollen, bereits eine Stunde vor Abflug einchecken. Damit werde verhindert, dass Passagiere bereits eingenommene Plätze räumen müssen, sagte eine Sprecherin dem Sender CNN.

Die Airline hatte am vergangenen Sonntag (9.4.) den Flug 3411 von Chicago nach Louisville (Kentucky) überbucht und Passagiere gebeten, die Maschine wieder zu verlassen. Einer der Gründe war, dass eine United-Crew dringend an Bord sollte, weil sie für einen Flug am folgenden Morgen in Louisville eintreffen musste. Weil sich aber nicht ausreichend freiwillige Passagiere meldeten, hatte United schließlich einen 69-Jährigen gewaltsam aus der Kabine entfernen lassen. Der Mann hat sich laut seinem Juristen eine Gehirnerschütterung zugezogen. Seine Nase sei gebrochen und er habe zwei Zähne verloren.

Mit einem Online-Abonnement mehr erfahren!
Abonnieren Sie die FARANG-Onlineausgabe ein Jahr lang zu einem sehr günstigen Preis. Sie erhalten uneingeschränkten Zugriff auf alle Artikel. Zusätzlich können Sie die vollständige Druckausgabe als PDF-Ausgabe herunterladen.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

* Pflichtfelder
Winfried Reseck 17.04.17 12:26
Weg mit dieser Airline,
ja Herr Kerp das wäre sehr gut wenn diese Brutalo Airline United vom Bildschirm verschwindet. Kein Fluggast braucht solche Fluganbieter. ich hoffe nur das dieser Misshandelte Fluggast zig Millionen Entschädigung bekommt. Und die ganzen Menschen,die das Misshandeln dieses Mannes mitbekommen haben und hoffentlich diese Airline in Zukunft meiden,auch Entschädigungen erhalten.
Guenter Hofmann 17.04.17 12:18
Entschädigung für fluggast
Ich kenne nicht das amerikanische Gesetz für eine firmenpleite aber ich denke United stürzt in eine selbst gemachte pleite . So wie der Fluggast sich verhalten hat denke ich das sehr viel abgesprochen war . Nun ein paar Milliarden für Anwalt und Passagier und schon ist die Pleite da und der neue Besitzer kann sich über ein günstiges Angebot der Aktien freuen .
Ingo Kerp 16.04.17 13:31
Wenn der malträtiert Fluggast seine Entschädigung erhalten hat, gibt es keine UNITED mehr.